Die Zucht von L46 Welsen

Für die erfolgreiche Zucht von L46 Welsen sind vor allem die Haltungsbedingungen ausschlaggebend. Die Welse benötigen viele Versteckmöglichkeiten. Die Höhlen sollten nicht viel größer als das Männchen sein und sich möglichst nahe der Filterströmung befinden. Stabile Wasserwerte, klares, sauerstoffreiches Wasser und eine Temperatur von mindestens 29° sind ebenfalls Voraussetzung. Die Laichstimmung wird durch eine Temperatursenkung um 1° gefördert.

Bei entsprechender Beckengröße können zur Zucht mehrere Weibchen mit einem Männchen zusammen gehalten werden. Zur Eiablage schwimmt das Weibchen in die Höhle des Männchens, wo es sich einige Stunden bis mehrere Tage aufhält. Dort legt es nach und nach bis zu 12 Eier ab und verlässt die Höhle wieder. Die Eier werden nach der Ablage sofort vom Männchen befruchtet. Hat das Weibchen die Höhle wieder verlassen, verschließt das Männchen diese zum Schutz der Eier. Er bewacht das Gelege und versorgt es durch Fächeln mit den Flossen mit Sauerstoff und Strömung.


Nach ungefähr 7 Tagen schlüpfen die 4 – 5 mm großen Jungfische. Sie tragen in den ersten zwei Wochen einen Dottersack, der sie mit Nahrung versorgt. In dieser Zeit werden die Jungfische noch vom Vater bewacht. Danach öffnet er die Höhle wieder, so dass der Nachwuchs auf Nahrungssuche gehen kann. Die Jungfische nehmen, sobald der Dottersack aufgebraucht ist, das gleiche Futter an wie die Eltern. In der ersten Zeit verlassen sie die Höhle nur kurz. Die langsam wachsenden Welse erreichen erst mit 4 Jahren ihre endgültige Größe und sollten erst dann selbst zur Zucht eingesetzt werden.

Foto eines L46-Pärchen in einer Höhle: